InhaltInhalt |
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Chronologie
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Historische Fahrzeuge
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Entwicklung des organisierten FeuerwehrwesensHeute erscheint es jedem Bürger als selbstverständlich, wenn bei einem Brand, einem Unfall oder einer anderen Notlage jederzeit durch verschiedene Organisationen Hilfe geleistet wird. Die Helfer können dabei in der Regel auf viele moderne Hilfsgeräte zurückgreifen, die vor Jahren noch undenkbar waren. Die Bezirksregierung Aachen erließ Anfang des 20. Jahrhunderts eine Anordnung, nach der die Gemeinden verpflichtet wurden, Feuerwehren zu errichten und deren Mitglieder in der Brandbekämpfung aus- und fortzubilden. Im Gegensatz zu den Städten sollte dies in den kleineren Orten jedoch auf freiwilliger Basis und ohne Bezahlung erfolgen. Die Ausrüstung stellte in aller Regel die Gemeinde. Die vorgegebene Gliederung sah neben einer klar umrissenen Aufgabenteilung auch eine entsprechend spezialisierte Führungsebene vor. So gab es die Spritzenabteilung, welche die handbetriebene Spritze bediente, deren Wasserbehälter durch die Wasserabteilung ständig gefüllt werden musste. Hierzu wurde von der Wasserabteilung das Wasser von der nächsten Entnahmestelle in Eimern zur Spritze transportiert. Steiger waren jene Männer, die „aufsteigen“ mussten und den Brand an seinem Herd bekämpften. Sie waren ausgerüstet mit einem Steigergurt mit Karabinerhaken zur Befestigung an der Leiter, einem Hammerbeil sowie Steigerleinen. Die Ordnungsabteilung hatte die Aufgabe, das Eigentum der durch den Brand Geschädigten zu schützen und für die Absperrung der Brandstelle zu sorgen. Geleitet wurden die Abteilungen von „Abteilungsführern“, die sich mittels eines kleinen Signalhorns miteinander und untereinander verständigten. Inhalt |
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Gründung der Löschgruppe JakobwüllesheimNach Aussagen von Zeitzeugen hat Bürgermeister Dabrock vom Amt Drove, dem Jakobwüllesheim auf Gemeindeebene bis 1933 unterstand, die Gründung und den Aufbau unserer Löschgruppe in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg vorrangetrieben. Die Namen der ersten Mitglieder und das genaue Gründungsdatum unserer Wehr im Jahre 1921 sind leider nicht bekannt. Aus den wenigen vorliegenden schriftlichen Informationen aus dieser Zeit geht lediglich hervor, dass die Wehr 1921 gegründet und 3 Jahre später eingekleidet wurde. Wehrführer war Hermann Hansen.
1921
Anmeldung zur Sterbekasse 1929
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Der 2. WeltkriegWie von Zeitzeugen berichtet wurde, war die Bevölkerung als Folge der Einberufungen der Männer zum Militär während des zweiten Weltkriegs weitestgehend auf sich allein gestellt. Jede Familie musste selbst für die Brandbekämpfung sorgen. Es wurden Handspritzen angeschafft und Behälter mit Wasser aufgestellt, um im Falle eines Abwurfs von Brandbomben oder Brandplättchen, die sich bei Feuchtwerden selbst entzündeten, den Brand bekämpfen zu können. Glücklicherweise ist es bis kurz vor Ende des Krieges zu keinen größeren Bränden gekommen. Erst Anfang 1945 wurde unser Ort durch Kampfhandlungen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Das Ende dieses Jahres ist auch für die Freiwillige Feuerwehr Jakobwüllesheim geprägt vom Wiederaufbau. Bereits am 23.11.45 findet die erste Versammlung statt, auf der neue Statuten erarbeitet und am 30.11.45 bereits einstimmig verabschiedet werden. Eine Besonderheit dieser Statuten ist aus heutiger Sicht ein Paragraph, der „anderen Gruppierungen die Möglichkeit einräumt, innerhalb der Wehr ihren Neigungen nachzugehen“. Diese Besonderheit ist mit der Entscheidung der Siegermächte erklärbar, bis auf weiteres nur die Vereinigung der Freiwilligen Feuerwehren als Selbsthilfeeinrichtung zu akzeptieren. Alle anderen Vereine wurden aufgelöst. Dieser Paragraph ermöglichte unserem Sportverein, bis zur endgültigen Trennung am 15.2.48, den Fußballbetrieb als Unterabteilung der Wehr wieder aufzunehmen. Inhalt |
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Die NachkriegszeitNach dem 2. Weltkrieg bestand die Löschgruppe weiterhin aus 20 Feuerwehrmännern. Zum ersten Brandmeister wurde Peter Rothkopf gewählt, der dieses Amt dann ununterbrochen bis 1964 wahrnehmen sollte. Das Gerätehaus war schwer beschädigt, die ehemalige Ausrüstung war zerstört. Aufgrund seiner damaligen Sonderstellung war die Freiwillige Feuerwehr der erste Verein, der die Dorfgemeinschaft wieder zum Aufblühen brachte. Jährlich wurden unter großer Beteiligung der Bevölkerung Veranstaltungen und Feiern durchgeführt. Daneben war der Ort und die Wehr vom 21.08. bis 22.08.1948 Ausrichter des Kreisfeuerwehrfestes, dessen Höhepunkt der Festzug der Wehren durch den festlich geschmückten Ort war. Inhalt |
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1950 - 1980In den 50er Jahren wurde ein Fass mit 3000 Liter Wasser in der Mitte des Dorfes aufgestellt, dass zur Brandstelle gefahren werden konnte. Es standen 9 Schutzanzüge, 1 Handdruckspritzgerät, 6 C-Druckschläuche und 1 Hydrantengerät zur Verfügung. Durch den vollständigen Anschluss an die zentrale Wasserversorgung 1956 konnte der Feuerschutz wesentlich verbessert werden. Hierdurch war "das Problem" jeder Feuerwehr endlich auch bei uns zur Zufriedenheit aller gelöst. Besonderes Gewicht erhielt daher in den folgenden Jahren die Frage der rechtzeitigen Alarmierung der Wehr. Neben örtlichen Feuermeldestellen wurde von der Amtsgemeinde Vettweiß als ganz besonders vordringlich die Installierung von Alarmsirenen betrachtet. Diesem Aspekt wurde absoluter Vorrang bei der Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen für die Feuerwehr eingeräumt. Der vorhandene Schlauchwagen wurde umgerüstet (Gummibereift) und stand der Wehr somit weiterhin zur Verfügung. In den 60er Jahren wurden neben einer neuen Pumpe, die auch bei starken Regenfällen zum Fördern von Schmutzwasser eingesetzt werden konnte, eine Kübelspritze mit Strahlrohr, zwei Hakengurte und zwei Beile beschafft.
1956
60er Jahre (mit neuer Fahne)
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Die 80er JahreDurch eine Ernennungsurkunde der Gemeinde Vettweiß vom 28.03.83 wurde Heinz Barth zum Löschgruppenführer ernannt und löste so Brandmeister Peter Roeb ab. Am 31.05.85 erhielten wir von der Löschgruppe Soller einen Anhänger mit einer TS 8/8, der zunächst noch von Hand zur Einsatzstelle gezogen werden musste, da weder Zugfahrzeug, noch Fahrer vorhanden waren. Im Jahr 1986 konnte erfreulicherweise die Jugendfeuerwehr mit 12 Jugendlichen offiziell angemeldet werden. Unter der Voraussetzung einer geeigneten Unterstellmöglichkeit wurde der Löschgruppe von der Gemeindeverwaltung im Jahre 1987 die Übernahme eines eigenen Löschfahrzeugs angeboten. Gemeinschaftlich bauten die Mitglieder der Wehr in den Jahren 1988 und 1989 ein Gerätehaus auf dem vom Ortsvorsteher und Ehrenmitglied der Löschgruppe zur Verfügung gestellten Grundstück. Anlässlich ihres zweiten Florianfestes am 27.08.89 konnte die Löschgruppe dann "Ihr" Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 16-TS in Empfang nehmen. Das Gerätehaus wurde am 01.06.1990 eingeweiht.
Bau des Gerätehauses Bubenheimer Straße
ZeitungsartikelInhalt |
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Die 90er JahreSeit dem 11.01.1998 ist Dieter Hoitsma Löschgruppenführer, an seiner Seite stehen als Stellvertreter Heinz Bart (bis 2007) und Ralf Oepen. Am 20.09.1998 wurde der Förderverein gegründet. Seitdem wurden viele Projekte umgesetzt, mehr dazu lesen Sie hier. Im Laufe der 90er Jahre setzte sich in Deutschland die "stille Alarmierung" durch, so dass die Feuerwehren mit Funkmeldeempfängern ausgerüstet und die Sirenen nach und nach stillgelegt wurden. Auch in der Gemeinde Vettweiß wurde dieses System nach und nach eingeführt, heute ist jeder Feuerwehrmann mit einem solchen Funkmeldeempfänger ("Piepser") ausgerüstet, die bereits bei der Alarmierung wichtige Einsatzinformationen übermitteln.
1996
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2000 - heuteAufgrund des geringen Platzes und der dezentralen Lage wuchs der Wunsch nach einem neuen Gerätehaus. Ab 1999 konnte dies dann tatsächlich nach langen Planungen, die bereits 1997 begannen, realisiert werden. Alle Details finden Sie hier. 2001 Beschaffung eines MTF (Ford Transit). 2003 wurde durch den Förderverein ein MTF angeschafft. Dadurch ist unsere Jugendfeuerwehr in der Lage zu Übungen zu fahren, ohne dabei die Einsatzfähigkeit der Löschgruppe einzuschränken. Darüber hinaus dient das MTF bei Einsätzen als Mannschaftstransporter und Zugfahrzeug für unseren Anhänger, der 2005 ebenfalls durch den Förderverein beschafft wurde. Seit 2005 ist die Löschgruppe mit einigen speziell ausgebildeten Einsatzkräften Bestandteil des Gefahrstoff-Zugs 504. Durch die verstärkten Unwetter der letzten Jahre ist es notwendig geworden, bei besonders schweren Situationen die Leitstelle des Kreises Düren zu entlasten. Dazu wurde in Jakobwüllesheim die Unwetterzentrale der Gemeinde Vettweiß aufgebaut und wird ständig weiterentwickelt. So ist es möglich, die Einsätze im Gemeindegebiet selbstständig zu koordinieren um Einheiten gezielter und schneller einsetzen zu können. Nach 20 Jahren Dienst in Jakobwüllesheim hat sich das bewährte LF 16-TS Baujahr 1980 seinen Ruhestand verdient. 2008 wurde daher ein neues Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 10/6 Allrad beim Feuerwehr-Fahrzeug Hersteller Iveco-Magirus in Auftrag gegeben. Am 04.02.2010 wurde das neue LF 10/6 im IVECO MAGIRUS Werk Görlitz ausgeliefert. Mit Aufnahme des Einsatzdienstes am 06.02.2010 wurde unser altes Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS "HUJO" außer Dienst gestellt. Am 20.03.2010 fand die feierliche Übergabe und Einsegnung des LF 10/6 statt. |
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